Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

seit 2013 bin ich Landrat des Landkreises Bad Dürkheim. Die vielfältigen Aufgaben und die Begegnungen mit den Menschen in unserer Region machen mir große Freude. Deshalb bewerbe ich mich erneut und bitte um Ihre Stimme am 8. November 2020.

Über mich

Vor meinem Wechsel nach Bad Dürkheim war ich Bürgermeister in Haßloch, der größten Gemeinde des Landkreises. Dort habe ich acht Jahre lang viele Projekte angestoßen und wichtige Weichen gestellt. Die Bürger hatten mich mit großer Mehrheit für eine zweite Amtszeit wiedergewählt.

Ich habe lange Erfahrung in der öffentlichen Verwaltung. Vor meiner Laufbahn als Politiker habe ich als Referent im sächsischen Kultusministerium und als stellvertretender Behördenleiter einer regionalen Schulbehörde gearbeitet. Aber ich war zuvor auch als Rechtsanwalt selbständig tätig.

Für meine politischen Ämter qualifiziert mich eine breite Ausbildung. Nach dem Jura-Studium in Passau und Mannheim habe ich ein verwaltungswissenschaftliches Aufbaustudium in Speyer absolviert. Den juristischen Vorbereitungsdienst habe ich mit dem zweiten Staatsexamen abgeschlossen.

Neben meiner hauptberuflichen Tätigkeit habe ich mich immer zusätzlich engagiert. In Sachsen war ich in der Verwaltungsausbildung und in der Lehrerfortbildung tätig. Hier war ich Vorsitzender der Volkshochschule Haßloch und bin Vizepräsident des Pfälzischen Rennvereins Haßloch sowie stellvertretender Vorsitzender beim Förderverein Teehaus Ruppertsberg. Die mit meinem Amt verbundenen weiteren Aufgaben zum Beispiel bei der Stiftung Hambacher Schloss, bei der Pfalz.Touristik oder beim Pfalzmuseum für Naturkunde erfülle ich aus echtem Interesse sehr gerne.

Ich bringe mich aus tiefer Überzeugung in die Arbeit der Kirche ein. Ich bin Mitglied des Presbyteriums in meiner Heimatgemeinde Haßloch, 2016 wurde ich als Mitglied der Synode der Evangelischen Kirche der Pfalz berufen. Im Stiftungsrat der Ev. Heimstiftung und als Vorsitzender des Förderverein Pro Pauluskirche Haßloch bin ich zusätzlich aktiv.

Über den Landkreis hinaus setze ich mich für Ihre Interessen ein. Seit der letzten Kommunalwahl bin ich Mitglied des Bezirkstags der Pfalz und Vorsitzender der CDU-Fraktion im Verband Region Rhein-Neckar. Ich bin Bezirksvorsitzender der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU.

Ich bin 57 Jahre alt, habe zwei erwachsene Kinder und bin verheiratet. Neben Geschichte interessiere ich mich für klassische Musik, habe selbst Geige gespielt und im Chor gesungen. In meiner Freizeit gehe ich auch gerne wandern und radfahren.

Wichtige Ziele

Bildung

In die Schulen des Landkreises – eines unserer Markenzeichen – hat der Kreis bis zu diesem Jahr seit 2013 über 30 Millionen Euro investiert. Die Maßnahmen müssen kontinuierlich fortgeführt werden.

Der Bildung gilt auch in Zukunft höchste Priorität, vor allem bei der Digitalisierung. Durch den Digitalpakt mit dem Bund wird hier einiges möglich. Wir erarbeiten dazu einheitliche Medienkonzepte für unsere Schulen.. Ich stehe für ein vielgliedriges System weiterführender Schulen, um den jungen Menschen optimale Ausbildungschancen zu gewähren. Es ist mir dabei wichtig, auch die Realschulen plus in Lambrecht und in Weisenheim am Berg zu stärken.

Gesundheit

Ich setze mich für den Erhalt kleinerer Krankenhäuser in der Fläche ein. Die wohnortnahe medizinische Versorgung ist gerade für ältere Menschen wichtig.

Die Angebote unseres Kreiskrankenhauses in Grünstadt wurden trotz schwieriger Rahmenbedingungen erweitert. Dabei waren neue Wege der Kooperation mit der ambulanten Versorgung wichtig. Für eine ärztliche Praxis in der Nähe jedes Wohnortes will ich mich weiter einsetzen.

Gerade die Corona-Pandemie zeigt: Gesundheitsamt und Ordnungsverwaltung, Ärzte und Krankenhäuser arbeiten effektiv und unaufgeregt zusammen. Die medizinische Versorgung ist gesichert!

Infrastruktur

Das größte Breitbandausbauprojekt in Rheinland-Pfalz mit einer Investition von 50 Millionen Euro haben wir über das Kreiscluster in unseren Landkreis geholt. Damit erhalten wir flächendeckend gute Anschlüsse an die Zukunft. Die bestehenden Netze will ich im nächsten Schritt ebenfalls beschleunigen.

Ich werde mich auch weiterhin dafür einsetzen, dass die Orte gerade entlang der Weinstraße vom Durchgangsverkehr befreit werden.

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Klima und Energie

Energie und Klimaschutz stehen bei uns hoch im Kurs. Das Regionalbüro der Energieagentur konnten wir in die Kreisverwaltung holen und eine eigene Energiegesellschaft treibt den Ausbau der regenerativen Energien insbesondere durch Photovoltaikanlagen voran. Der Abfallwirtschaftsbetrieb betreibt mit der Schwachstromvergasung in Friedelsheim das größte CO2-Einsparungsprojekt  im Landkreis. Mit dem Arbeitskreis Klimaschutz wurde eine enge Verzahnung zur Arbeit der Gemeinden im Kreis geschaffen.

Beim Klimaschutz müssen die bisherigen Anstrengungen verstärkt werden. Der Landkreis muss dabei das Klimaschutzmanagement koordinieren und erarbeitet für seine Liegenschaften und für den Bereich Mobilität ein eigenes Konzept. Wichtig sind mir die tatsächliche Umsetzung von CO2-vermeidenden Maßnahmen und das klare Bekenntnis des Kreistages hierzu.

Trotzdem muss Energie für alle bezahlbar sein. Ich bleibe dabei: Die Haardt muss frei von Windrädern bleiben.

Öffentlicher Nahverkehr

Der ÖPNV-Ausbau  schreitet voran. Es ist gelungen die Rhein-Haardt-Bahn in die Eisenbahnfinanzierung zu bringen und einen umfassenden Ausbau fortzuführen. Die Fortführung eines dichten Busnetzes zu den Ortsgemeinden sowie attraktiver Schnellverbindungen nach Mannheim/ Ludwigshafen bleiben mein Ziel.

Ich strebe für den Kreis ein umfassendes Mobilitätskonzept an, das alle Fortbewegungsmittel im Zusammenhang sieht und digital unterstützt.

Der Kreis hat in Zusammenarbeit mit den Gemeinden das Konzept für ein barrierefreies Radwegenetz erarbeitet und wir haben vom Land den Ausbau von Radschnellwegen auch in unserem Landkreis gefordert. Hier muss das Land jetzt seine Zusagen einhalten, an diesen Zielen arbeite ich weiter!

Familien, Jugend und Soziales

Die Angebote in der Jugendhilfe haben wir unter anderem mit den Sozialraumbüros, dem Programm „Frühe Hilfen“ und dem Ausbau der Kindertagesstätten weiterentwickelt. Genauso wurde auch die Unterstützung für ältere Menschen weiter ausgebaut, zum Beispiel mit der „Gemeindeschwester plus“ oder generationenübergreifenden Angeboten. Mit dem Kreisseniorenbeirat haben ältere Menschen im Landkreis eine zusätzliche Stimme bekommen.

Gerade wenn es um bezahlbaren Wohnraum geht, braucht ein Landkreis den Schulterschluss zu den Gemeinden. Dieses Anliegen werde ich weiter vorantreiben.

Tourismus

Unser Landkreis hat viel zu bieten. Dafür lieben viele Urlauber unsere Region. Hotels, Gastronomie und Veranstaltungen bieten daher vielen Menschen Arbeit. Der Kreis koordiniert die Maßnahmen im Tourismus und ist den Organisationen Pfalz.Touristik und Deutsche Weinstraße-Mittelhaardt angeschlossen, deren Vorsitzender ich bin. Er unterstützt die Gemeinden bei der Bereitstellung der Infrastruktur. So haben wir in den vergangenen Jahren gezielt die Barrierefreiheit ausgebaut und neue Konzepte wie zum Beispiel die Pfalz.Card umsetzen können.

Der Trend zu Erlebnistourismus einerseits und Nachhaltigkeit auf der anderen Seite wird sich fortsetzen. Deshalb will ich die Dachmarke „Pfalz“ weiter stärken.

Finanzen

Auch die Finanzen hat der Kreis in meiner Amtszeit – dank guter Steuereinnahmen aber auch Dank intensiver eigener Anstrengungen deutlich verbessern können: Seit 2015 wurde in den Jahresergebnissen ein Plus erzielt. Wir haben ein Controlling als wichtiges Steuerungsinstrument eingeführt und können so schon frühzeitig Entwicklungen in den Kreisgremien aufzeigen.

Eins ist klar: Die Gemeinden brauchen ausreichend finanzielle Mittel vor Ort – eine Erhöhung der Kreisumlage kommt nicht in Frage. Langfristig muss das Land Rheinland-Pfalz aber die Kommunen finanziell besser ausstatten. Dafür will ich weiter kämpfen.

Am besten: Briefwahl

Sie können ihr Wahlrecht jederzeit ohne Angabe eines besonderen Grundes durch Briefwahl ausüben. Die Beantragung erfolgt persönlich oder schriftlich, zum Beispiel per Fax oder E-Mail, auch online ist ein Antrag bei den Verwaltungen möglich. Eine Antragstellung ist per Telefon nicht möglich.

Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung befindet sich ein Vordruck. Der Antrag kann aber auch formlos gestellt werden.

Sie können bis spätestens Freitag, 6. November 2020 um 18:00 Uhr Briefwahl beantragen. Bei nachgewiesener plötzlicher Erkrankung ist Briefwahl auch noch bis zum Wahltag um 15:00 Uhr möglich. Der Wahlbrief muss in jedem Fall bis 8. November 2020 um 18:00 Uhr bei der Verwaltung eingegangen sein!

So geht´s: Briefwahl

  1. Kreuzen Sie auf dem Stimmzettel Ihren Kandidaten an. Ich bitte um Ihre Stimme.
  2. Legen Sie den gefalteten Stimmzettel in den Stimmzettelumschlag (blau) und verschließen Sie den Umschlag.
  3. Unterschreiben Sie auf dem Wahlschein die eidesstattliche Versicherung. Falls eine Hilfsperson an der Wahl teilgenommen hat, muss auch diese unterschreiben.
  4. Legen Sie den Stimmzettelumschlag und den unterschriebenen Wahlschein in den Wahlbriefumschlag (rot) und verschließen Sie den Umschlag.
  5. Schicken Sie den Wahlbrief umgehend zurück, spätestens zum 8. November 2020 um 18:00 Uhr. Die Deutsche Post AG befördert Ihren Wahlbrief kostenlos.

Senden Sie den Antrag auf Briefwahl an die zuständige Verwaltung für Ihren Wohnort:

Verbandsgemeinde Leinigerland
Industriestraße 11
67269 Grünstadt

E-Mail:
Online: www.vg-l.de

Verbandsgemeinde Freinsheim
Bahnhofstraße 12
67251 Freinsheim

E-Mail:
Online: www.freinsheim.de

Verbandsgemeinde Wachenheim
Weinstraße 16
67157 Wachenheim

E-Mail:
Online: www.vg-wachenheim.de

Verbandsgemeinde Lambrecht
Sommerbergstraße 3
67466 Lambrecht

E-Mail:
Online: www.vg-lambrecht.de

Stadtverwaltung Grünstadt
Kreuzerweg 2
67269 Grünstadt

E-Mail:
Online: www.gruenstadt.de

Stadtverwaltung Bad Dürkheim
Mannheimer Str. 24
67098 Bad Dürkheim

E-Mail:
Online: www.bad-duerkheim.de

Verbandsgemeinde Deidesheim
Am Bahnhof 5
67146 Deidesheim

E-Mail:
Online: www.vg-deidesheim.de

Gemeindeverwaltung Haßloch
Rathausplatz 1
67454 Haßloch

E-Mail:
Online: www.hassloch.de

Aktuell

Landrat: Ihlenfeld für acht Jahre wiedergewählt

Hans-Ulrich Ihlenfeld bleibt Landrat des Landkreises Bad Dürkheim. Am Wahltag erreichte er 58,9 Prozent der abgegebenen Stimmen. Sein Gegenkandidat Timo Jordan erhielt 41,1%. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,5 Prozent.

Hans-Ulrich Ihlenfeld erklärte nach der Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses: „Ich danke den Wählerinnen und Wählern für das überwältigende Vertrauen. Es ist eine Bestätigung, dass der von mir eingeschlagene Weg richtig ist. Aber mir ist bewusst: Es liegen noch große Aufgaben vor dem Kreis. Diese werde ich zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung und mit den Mitgliedern des Kreistages engagiert annehmen und mit den Bürgerinnen und Bürgern voranbringen.“

Der Kreisvorsitzende der CDU Markus Wolf gratuliert dem alten und neuen Landrat Ihlenfeld: „Das Ergebnis spricht für sich. Bei Hans-Ulrich Ihlenfeld ist der Landkreis in guten Händen. Er hat auch die passenden Konzepte für das, was kommt. Gemeinsam wollen wir unsere Region zukunftsfest machen. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit!“

Fragen des Klimabündnis Bad Dürkheim

Das Klimabündnis Dürkheim hat die beiden Bewerber für die Position des Landrats gefragt: „Was sind Ihre Ziele und Schritte zum Schutz unserer Erde“. Konkret ging es um Mobilität, Energie, Artenschutz, Flächenverbrauch und Trinkwasser. Vielen Dank für die Gelegenheit, meine Positionen im Detail darzustellen!

Hier finden Sie meine Antworten auf die Fragen:

„Fragen des Klimabündnis Bad Dürkheim“ weiterlesen